Corona und meine Schatzkiste

CORONA ist irgendwie ein Wort, das keiner mehr so richtig hören oder gar in den Mund nehmen möchte. Aus den Nachrichten erfahren wir dann noch, dass uns das Virus derzeit voll im Griff hat und wir wieder mal härtere Maßnahmen brauchen, um wieder Herr der Situation zu werden. Wer in diesen Tagen in seinem Vertrauen auf eine gute Führung in diesem Land unerschütterlich bleibt, dem spreche ich zweifelsfrei Respekt aus.

Wissenschaft scheint manchmal Auslegungssache, der die Art der Verbreitung in den Medien noch Vorschub leistet.  Hoffnungen und Erwartungen werden nicht selten bereits als sicherer Erfolg gefeiert. Und dann hat noch jeder seine Meinung…

Eines hingegen ist sicher. Das ist die Angst. Sie hat es leicht. Politiker schüren jetzt Panik, ohne wirklich versäumtes weitblickendes Handeln einzugestehen. Statistiken haben Hochkunjunktur, wahrscheinlich weil sie sich so vielfältig auslegen und sogar widerlegen lassen. Verunsicherung greift um sich wie ein Lauffeuer, zu viele Informationen, zu wenige Informationen. Ich glaube, am schwierigsten ist, dass wir lernen müssen, diesen Zustand auszuhalten! Unser Geist möchte sich gern in eine bestimmte Richtung bewegen, will Klarheit, Eindeutigkeit, um Entscheidungen anhand in sich schlüssiger Argumente treffen zu können. Impfen, boostern, Kontakte vermeiden – wo reden wir von Verantwortung und wo beginnt die Bevormundung, wo das Vorurteil, wo die Vorverurteilung?

Wie kann ich eigentlich selbst unterscheiden, ob mein innerer Aufschrei gegen die empfundene schiere Ungerechtigkeit nicht doch maßgeblich der lautstarke Protest eines sich verraten und gedemütigt fühlenden kleinen Egos ist?

Aus meiner eigenen kleinen Schatzkiste für undurchschaubare Situationen kann ich dir folgendes empfehlen. Nimm dir beliebig viel davon und du weißt, der wahre Schatz ist für das bloße Auge nicht immer gleich sichtbar:

  1. Mach dir bewusst: Deine eigene Kontrolle ist begrenzt, nicht nur weil eine pandemische Lage (und das ist die einzige Bedingung, die du beim Weiterlesen akzeptieren müsstest) Chaos und Überforderung includiert, sondern weil dein eigener Geist begrenzt ist.  Du kannst nur in der Beschränkung deines Geistes denken! Da gibt es rundherum so viel, was du damit nicht erfassen kannst. Die daraus resultierende Einsicht nennt man Demut.
  2. Werde nicht müde, den kleinen Geist trotzdem immer wieder durch Fragen zu provozieren und dich mit anderen auszutauschen. Lass neue Entwicklungen in Sachen Corona in Bonbongröße an dich heran, überfordere dich nicht, aber schütze dich davor abzustumpfen. Halte in dir aufsteigende Gefühle aus, sie kommen und sie gehen wieder. Diese Erfahrung kennst du.  Das funtioniert auch jetzt. Das nennt man Gelassenheit.
  3. Erlaube dir Freude! Ekstase findet in uns statt. Hierzu muss ich euch Yog:nis hoffentlich nie etwas schreiben. Das nennt man Vertrauen.
  4. Suche die Stille.  Nimm dir Zeit für Meditationen! Ich persönlich nutze gerade sehr intensiv die Meditationen von  Verena König auf youtube. Absolut lohnend! Stille – betritt so oft du kannst dieses riesige Reich des Friedens. Hier und nur hier richtet sich dein Geist neu aus, fällt die Last, das Schwere, der Zwang, das Verbitterte von dir ab. Atme die Weite in deinen Herzraum und tauche ein in das Licht! Das nennt man Verbundenheit.
  5. Werde konkret. Das Stöhnen hier, die Empörung da. Es mag entlasten, aber es hilft nicht. Lote den Rahmen deiner Möglichkeiten aus. Kein Weihnachtsmarkt? Dann lass uns selbst Glühwein machen. Keine Feier in der Firma? Private Treffen mit denen, die man wirklich mag – eine Alternative? Keine Yogakurse? …  Die Antwort ist ein Klick auf der Hompageseite. Das nennt man Kreativität.
  6. Widme dich dir selbst! Widme dich deinem Körper, koch dir Tee oder Kaffee, mmh, geh spazieren, praktiziere Yoga, sage deutlicher als bisher NEIN, sprich aus, was du denkst (Wozu leben wir eigentlich sonst in Partnerschaften?). Sortiere dich immer wieder in deiner inneren Haltung, erlaube dir selbst, dass du dich auch irren darfst, dass Haltungen Räume sind, in denen Veränderungen stattfinden. Das nennt man Authentizität.
  7. Backe Plätzchen, zünde ein Meer von Kerzen an, höre deine Lieblingsmuik, schreibe Karten, räuchere bis zum Umfallen, mach eine Baumspende für das entstandene CO², iss, was dir schmeckt, sündige und feiere an 3 Tagen im Dezember mal genau so, wie du es schon immer tun wollest. Das nennt man Weihnachten!

PS: Dieses Fest hat über die Jahre gesehen garantiert einen längeren Atem als Corona!

Om shanti, Undine

 

1 Kommentar

  1. Vielen Dank für deine Worte und Inspirationen. Ein wundervoller Beitrag. In diesen von dir erwähnten Punkten/ Werten finden wir die tatsächliche Sicherheit, die wir uns gerade wünschen und denken, verloren zu haben. Es sind so einfache Hilfsmittel aber es ist oft so schwer sich daran zu erinnern und vor allem nicht dem Chaos das Feld zu überlassen.
    Vielen Dank und alles Liebe.
    Denise

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